Vergangene Woche fanden vom 04. bis 07. März 2021 die 36. Hallen-Leichtathletik-Europameisterschaften in Torun (POL) statt. Wie bei allen aktuellen Sportgroßveranstaltungen waren auch in Polen keine Zuschauer in der Halle zugelassen. Trotzdem waren die Athleten*innen zu Spitzenleistungen motiviert.

Insgesamt wurden in 19 Disziplinen neue nationale Rekorde aufgestellt. 8 Jahreswelt- und 12 Jahreseuropabestleistungen stehen in der Statistik zu Buche. Armand Duplantis (SWE) übersprang im Stabhochsprung 6.05 m und die 4x400m Staffel der niederländischen Frauen lief 3:27.15. Diese Leistungen bedeuteten Meisterschaftsrekord.

Der Medaillenspiegel wird von den Niederlanden mit 4 Gold-, 1 Silber- und 2 Bronzemedaillen angeführt. Gefolgt von Portugal ( 3/0/0) und Großbritannien (2/4/6). 2 Goldmedaillen gab es auch für die Teilnehmer aus der Schweiz (Angelika Moser – Stabhochsprung, Ajla Del Ponte – 60m). Das Team aus Deutschland blieb leider ohne Titel, erreichte aber insgesamt 6 Medaillen (0/2/4). Das Gastgeberland Polen hatte die meisten 2. Plätze (5) und Spanien die meisten undankbaren 4. Plätze (4).

Die Punktetabelle (Summe der Top-8-Platzierungen pro Nation) führt Großbritannien (112,5 Punkte) vor Polen (90) und den Niederlanden (75,5) an. Österreich belegt mit 5 Punkten den 27. Rang von insgesamt 34 platzierten Nationen.

Nafissatou Thiam mit neuem belgischen Rekord

Eine Klasse für sich war im 5-Kampf die Belgierin Nafissatou Thiam. Die Olympiasiegerin gewann mit 4904 Punkten. Dies bedeutete neuen belgischen Rekord und die 9. beste jemals erzielte Marke in einem Hallen-5-Kampf. An 2. Stelle konnte sich überraschend ihre Landsfrau Noor Vidts platzieren, die in 3 Bewerben eine persönliche Bestleistung erzielte und mit insgesamt 4791 Punkten jetzt an 3. Stelle der ewigen Bestenliste in Belgien liegt. Die Bronzemedaille ging ebenfalls mit einer persönlichen Bestleistung von 4644 Punkten an Xenia Krizsan (HUN). Den undankbaren 4. Platz erreichte Ivona Dadic (AUT). Trotz solider Leistungen blieb sie mit 4587 Punkten hinter ihren eigenen Erwartungen.

Weltrekordhalter war im 7-Kampf nicht zu schlagen

Der Franzose Kevin Mayer gewann im 7-Kampf mit 6392 Punkten die Goldmedaille und blieb nur knapp hinter seinem eigenen Europarekord von 6479 Punkten, welchen er vor 4 Jahren in Belgrad aufgestellt hatte. Auch seine Leistung bedeutet in der ewigen Bestenliste den 9. Platz. Die Silbermedaille sicherte sich der Titelverteidiger Jorge Urena (ESP) mit 6158 Punkten. Die Bronzemedaille ging an den Lokalmatador Pawel Wiesiolek (POL) mit 6133 Punkten, was für ihn eine neue persönliche Bestleistung bedeutet.

Nur 8 von 12 Startern beendeten den Wettkampf. Unglücklich ausgeschieden ist der Schweizer Simon Ehammer, der an 2. Stelle liegend im Stabhochsprung 3x seine Anfangshöhe gerissen hat. Bis dahin lieferte er allerdings erneut eine tolle Talentprobe ab. Erwähnenswert auch der junge Deutsche Andreas Bechmann, der unmittelbar beim Start zum 1000m-Lauf seinen rechten Schuh verlor und trotzdem das Rennen in 2:47 Minuten beendet hat.

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