Die Österreicher in London

Mit neuem Österreichischen Rekord von 6417 Punkten und dem 6. Platz in der Endwertung stellte Ivona Dadic nach der letztjährigen Europameisterschaft erneut unter Beweis, dass sie zum richtigen Zeitpunkt ihre Leistung zu erbringen im Stande ist. Mit diesem Resultat ist sie an der Weltspitze angekommen und bei weiterer zu erwartenden Entwicklung wird sie bereits bei den Europameisterschaften im nächsten Jahr in Berlin zu den Medaillenanwärterinnen zu zählen sein.

 

Verena Preiner lieferte bis zu ihrem Ausscheiden einen soliden Wettkampf ab und hat sich erstmalig im Kreis der Weltbesten positiv präsentiert.  

Dominik Distelberger schloss bei seiner ersten Teilnahme bei Weltmeisterschaften nahtlos an seine bisherigen Ergebnisse bei Großereignissen an (2012 EM Helsinki 15. Platz, 2014 EM Zürich 12. Platz, 2016 EM Amsterdam dnf, 2017 OS Rio 19. Platz). Sein 17. Platz mit 7857 Punkten bei 20 Platzierten schaut in Anbetracht der 15 ausgeschiedenen Athleten noch versöhnlich aus. 

Im Finale der Diskuswerfer stand auch Lukas Weisshaidinger. Hier blieben ihm aber als 9. Platzierter die letzten 3 Versuche verwehrt.

 

Sehr solide auch das erstmalige Antreten von Valentin Pfeil bei einem WM-Marathon. Mit 2:16:28 belegte er den erfreulichen 23. Platz!

 

DLV- MehrkämpferInnen super!

Insgesamt sahnte das deutsche Mehrkampfteam bei den Weltmeisterschaften 3 Medaillen ab. Mit dieser beeindruckenden Bilanz (2 Silber-, 1 Bronzemedaille) haben Carolin Schäfer, Rico Freimuth und Kai Kazmirek den Anspruch als beste Mehrkampfnation untermauert.

Man darf erwarten, dass das gesamte Team anlässlich der Heim-EM 2018 in Berlin noch kompakter auftreten wird! 

 

In London waren exquisite Mehrkämpfe zu bewundern. Auch vehemente Bemühungen der Veranstalter (unsinnige Laufeinteilungen, verwechselte Gruppeneinteilungen, verordneter Zuschauerexodus während des Stabhochsprungs etc.) konnten der Faszination Mehrkampf nichts anhaben. Das Fachpublikum war von den Leistungen begeistert und wenn sich die Organisatoren zukünftig um den Mehrkampf auch so kümmern wie um die restlichen Disziplinen, dann wird auch der „normale“ Leichtathletikkonsument von der Mehrkampfeuphorie erfasst werden.

Vielen Dank noch an die wenigen Zuschauer, die trotz massiver Aufforderung des Sicherheitsdienstes das Stadion bis zum letzten Versuch im Stabhochsprung NICHT verlassen haben – auch wir hätten uns dafür einsperren lassen!

 

Medaillen und noch ein Abschied

Der Medaillenspiegel der WM 2017 in London sieht mit den USA mit insgesamt 30 gewonnen Medaillen (10 Gold/11 Silber/9 Bronze) einen klaren Sieger. An 2. Stelle liegt Kenia mit 11 Medaillen (5/2/4) gefolgt von Südafrika mit 6 Medaillen (3/1/2).

 

Beste Europäische Nation war Frankreich an 4. Stelle mit 5 gewonnen Medaillen (3/0/2). Gastgeber Großbritannien ist zweitbeste europäische Nation in der Medaillenbilanz mit 6 Medaillen (2/3/1).

Die Punktewertung (Summe der Top-8-Resultate) wird ebenfalls klar von den USA mit 272 Punkten vor Kenia (124 Punkte) angeführt. In dieser Wertung liegt Großbritannien als beste europäische Nation an 3. Stelle mit 105 Punkten.

Jamaika hatte bei den letzten Weltmeisterschaften in Peking im Medaillenspiegel hinter Kenia mit insgesamt 12 Medaillen (7/2/3) noch den 2. Platz vor den USA eingenommen. In der Medaillenbilanz von London 2017 liegt Jamaika mit 4 Medaillen (1/0/3) an 16. Stelle gemeinsam mit den Niederlanden.

Usain Bolt hat bei seiner Abschiedsvorstellung seinen Beitrag mit der Bronzemedaille im 100-m-Sprint geleistet.