Damian – The leader of the gang!

Olympiasieger und Götzis-Seriensieger Damian Warner (CAN) ist aktuell das Maß aller Dinge im Mehrkampf. Bei den vom 18. bis 20. März  in Belgrad (SRB) stattgefundenen Hallen-Weltmeisterschaften ließ er von Anbeginn an keine Zweifel aufkommen, dass er sich die Krone für den König der Leichtathletik aufsetzen will. 

Dabei war es bis zum abschließenden 1000m-Lauf mit dem fantastischen Simon Ehammer (SUI) ein Duell auf Augenhöhe. Als Zuschauer vor Ort war aber klar zu erkennen, dass die Siebenkampf-Kollegen keinen Zweifel an der Souveränität von Warner hatten. So war es von der ersten bis zur letzten Disziplin ein Mehrkampf miteinander und nicht gegeneinander.

Leider wurde der US-Amerikaner Garrett Scantling in der Nacht zwischen dem ersten und zweiten Wettkampftag von einer Lebensmittelvergiftung aus dem Rennen genommen. So war dann am zweiten Tag die Frage, ob der in der Zwischenwertung an 2. Stelle liegende Simon Ehammer den Angriff des Götzis-Rookie von 2019 und Bronzemedaillengewinner von Tokyo Ashley Moloney (AUS) abwehren kann. Der Schweizer, der nach dem Stabhochsprung als Führender in den abschließenden 1000m-Lauf startete, musste so schnell wie heuer noch nie laufen und rettete schlussendlich mit 19 Punkten Vorsprung die Silbermedaille vor dem Australier (gesamt 6344 Punkte), konnte aber dem wesentlich besseren Läufer Warner nicht Paroli bieten, der mit 6489 Punkten gewann.

Mehr Punkte in der Geschichte des Hallen-Siebenkampfes konnte bisher nur Weltrekordhalter Ashton Eaton (USA) erzielen.

Noor Vidts – die neue Hallen-Königin

Im Fünfkampf der Frauen lieferten sich die Belgierin Noor Vidts und die Polin Adrianna Sulek einen spannenden Wettkampf: Vidts startete mit einer persönlichen Bestleistung über die 60m-Hürden in den Wettkampf. Dem ließ Sulek eine Bestleistung im Hochsprung folgen. Nach ansprechenden Leistungen im Kugelstoßen lieferten beide nochmals eine persönliche Bestleistung im Weitsprung ab. Vor dem abschließenden 800m-Lauf lag Noor Vidts 67 Punkte vor Sulek und bereits 101 Punkte vor Kendell Williams (USA).

Voll motiviert ging die Führende die vier Hallenrunden an und lief eine neue persönliche Bestleistung, was im Endergebnis 4929 Punkte ergab. Adrianne Sulek wurde mit 4851 Punkten Zweite (neuer polnischer Rekord) und Kendell Williams mit 4680 Dritte des Fünfkampfes.

Die 4929 Punkte bedeuten in der ewigen Bestenliste des Fünfkampfes den 6. Platz und gleichzeitig neuer nationaler belgischer Rekord, den sie keiner geringeren abnahm als der zweifachen Olympiasiegerin Nafissatou Thiam, die noch im Vorjahr bei den Europameisterschaften erfolgreich war.